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05.05.2024    17:15–18:45 Uhr

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist leider schon vorbei.
Relevanzmonitor Kultur: "Orchester sind wichtig, aber nicht für mich"

Die Diskrepanz ist groß zwischen der gesamtgesellschaftlich zugeschriebenen Relevanz von Kulturinstitutionen und der individuell erlebten Bereicherung des eigenen Lebens. Keine allzu stabile und zukunftssichere Grundlage, insbesondere im aktuellen Superwahljahr. Politische Mehrheiten und Unterstützung können sich schnell ändern.
Das ist ein zentrales Ergebnis der 2023 in Deutschland erstmals erhobenen repräsentativen Umfrage der Bertelsmann Stiftung... und ein Weckruf für die Orchesterlandschaft, richtig??
Klar ist: Nicht-Handeln ist die schlechteste Option.
Wo werden also die neuen Erkenntnisse bereits in ihrer Tragweite verstanden und ernsthaft umgesetzt? Und wie?
Gemeinsam analysieren wir die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Umfrage und diskutieren dann gelungene Beispiele, die zum Nachahmen und Adaptieren inspirieren.

Ort

wird noch bekannt gegeben

ReferentInnen

Dorothea Gregor, Liz Mohn Stiftung
Porträt

Dorothea Gregor war von 2015 bis 2022 im Bereich Kulturförderung für die Bertelsmann Stiftung tätig. Seit Beginn des Jahres 2023 verantwortet sie in der neu gegründeten Liz Mohn Stiftung innovative Projekte im Bereich Kultur mit den Schwerpunkten Förderung, Politik und Kooperationen. Ebenso entwickelt sie die Förderaktivitäten des Projektes NEUE STIMMEN weiter, ein Projekt, das den internationalen Opernnachwuchs nachhaltig während der Berufseinstiegsphase begleitet.
Sie ist auch verantwortlich für Studien und Befragungen im Bereich Kultur und Gesellschaft. Zuletzt initiierte und verantwortete sie 2023 die Durchführung des „Relevanzmonitors Kultur“, der bundesweit und international große Resonanz und Reichweite erzielte.
Frau Gregor begann ihre berufliche Laufbahn als Mezzosopranistin und lehrte neben ihrer künstlerischen Tätigkeit an den Universitäten Nürnberg-Erlangen und Erfurt. Nach ihrem künstlerischen Studium an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar studierte sie berufsbegleitend Musikvermittlung und Kulturmanagement.
Sie ist seit 2018 Vorständin im Arbeitskreis Kulturförderung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI.
Dorothea Gregor berät darüber hinaus seit mehr als drei Jahren die italienische Kulturstiftung Fondazione Mascarade Opera in den Bereichen Qualitätssicherung und Artistic Career Development.
Gemeinsam mit dem Kulturjournalisten Axel Brüggemann ist sie Host des Podcastes „Alles klar, Klassik?“, der seit 2022 wöchentlich gesendet wird und aktuelle Themen und Entwicklungen der Klassik-Branche aufgreift.

Gesine Beck, Orchestermanagerin, MDR-Sinfonieorchester
Porträt

Gesine Beck war nach ihrem Musikstudium fast 20 Jahre lang als Fagottistin in verschiedenen Orchestern und Ensembles tätig. Schon seit Beginn ihrer Orchestertätigkeit an den Ursachen der überall auftretenden Kommunikationsschwierigkeiten zwischen Orchester und Management interessiert, entschied sie sich dafür, zusätzlich Kulturmanagement zu studieren und leitete damit einen „Seitenwechsel“ ein.

Parallel zu ihrem Studium leitete sie zunächst beim Schleswig-Holstein Musikfestival das Festivalorchesters, und war im Anschluss Geschäftsführerin der Internationalen Chorakademie Lübeck. 2016 gründete sie ihre eigene Agentur Cultural Affairs. Von 2018 bis 2020 war sie in den Studiengängen und im Konzertmanagement und der Kronberg Academy beschäftigt. Während der Corona-Pandemie wandelte sie ihre Agentur, die sie ab 2020 in Vollzeit betrieb, zu einer Beratungsagentur für Künstlerinnen und Künstler um und wurde gleichzeitig als Kulturberaterin des Landes Hessen berufen. Seit 2022 ist sie Orchestermanagerin des MDR-Sinfonieorchesters in Leipzig.

Marlene Brüggen, Leitung Künstlerische Planung, Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Porträt

Marlene Brüggen begann ihre berufliche Laufbahn bei der Konzertdirektion Schmid, wo sie als Managerin für Künstler:innen wie Leonard Slatkin, Cornelius Meister, Khatia Buniatishvili, Renaud Capuçon und Rafał Blechacz arbeitete. Nach sechs Jahren in der Agentur und einem Master of Arts in "Medien und Musik" wechselte sie auf die Veranstalter-Seite und wurde Teil des Planungsteams des Schleswig-Holstein Musik Festival.

Zum Herbst 2021 übernahm sie die Position der Leitung Künstlerische Planung des DSO Berlin (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin).

Marlene Brüggen versteht ihre Aufgabe darin, die Relevanz des Orchesters sowohl kulturell als auch gesellschaftlich zu definieren, und unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen. Es geht ihr darum, das künstlerische Programm inklusiv zu denken und sich von Popkultur, gesellschaftlichen Themen und Trends unserer Zeit inspirieren zu lassen.

Auf ihre Initiative hin verpflichtete sich das DSO in der Saison 23/24 dazu, in jedem seiner Konzerte mindestens ein Stück einer Komponistin aufzuführen, das zum Saisonmotto „Kein Konzert ohne Komponistin!“ wurde.


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